Zurück nach Vietnam ins kalte Sa Pa

14 12 2011

Der abwechslungsreiche Weg zur Grenze – langer Weg bis Nhong Tha – hoch in die Berge mit zu wenig Benzin – Sa Pa, die verpasste Vorweihnachtszeit wird nach geholt.

Um 4.30 Uhr wurde ich durch den Wecker von Chrigu geweckt, wir verabschiedeten uns kurz und ich schlief nochmals ein paar Stunden. Um 7 Uhr stand ich dann auch auf und war bereits eine halbe Stunde später bei der Fähre unten am Nam Ou Fluss wo wir am Vorabend ankamen. Ich nahm die Fähre um den Fluss zu überqueren, bezahlte da ich keine Kip mehr hatte den viel zu hohen Preis von 20’000 VND (0.90 CHF) und fuhr dann freudig auf der anderen Seite los. Die Strasse war richtig schlecht, ein lehmiger Weg der vom Regen ausgewaschen war. Da es noch ziemlich feucht war fuhr ich sehr langsam. Die Strasse wurde ein bisschen besser bis sie plötzlich durch ein Bachbett führte. Ich hielt kurz an um zu überlegen ob ich das Motorrad stossen sollte, doch dann fuhr ich mit Vollgas im zweiten Gang durch den Bach. Natürlich holte ich mir damit nasse Füsse, doch so schlimm war es diesmal nicht. In Muong Khou hatte ich noch versucht zu tanken, jedoch keine Tankstelle gefunden. Im Dorf welches gleich nach dem Bach kam konnte ich dann einen Liter für 2$ tanken. Die Dame wollte Kip und keine Vietnam Dong und da ich nur Vietnam Dong oder Dollar hatte nahm sie widerwillig 2 Dollar an. Die Strasse war ziemlich befahren von Lastwagen, die Chinesen brauchen diese Strecke als Verbindungsachse zu Thailand, daher eigentlich ziemlich erstaunlich in welch schlechtem Zustand diese Route war. Doch die Chinesen sind dies am ändern, sie sponsern den Strassenbau auf dieser Strecke von welchem auch ich ein bisschen profitieren konnte. Als ich neben den Bauarbeitern vorbeifuhr und dann auf der frisch geteerten Strasse weiterfahren konnte fühlte sich das super an. Doch mit dem Strassenbau waren sie noch nicht sehr weit und schon bald fuhr ich wieder auf staubigen und holprigen Schotterstrassen. Teilweise lag da Staub mehrere Zentimeter hoch auf der Fahrbahn und ich bin einige Male fast unten weggerutscht. Einmal konnte ich mich noch knapp retten indem ich mich mit dem Fuss abstützte.

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Aussicht von Guesthouse in Muong Khuo.

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Der Übergang mit der Fähre, mein Motorrad vor der Überquerung. Rechts: ein Motorboot drückt die beladene Fähre zum anderen Ufer.

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Strasse in mittelmässigem Zustand. Der Bach welcher mir nasse Füsse einbrachte. Rechts: der wohl teuerste Liter Benzin.

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Strassenarbeiten und dann freie Fahrt für mich.

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Bald schon waren die Strassen wieder nur mühsam zu befahren.

Bei einem weiteren Bach den es zu überqueren gab hielt ich wiederum an um mir zu überlegen wie ich diesen durchqueren will, da fuhr neben mir ein Motorrad vorbei bog kurz vor dem Wasser ab und zeigte mir so den weg zu einer schmalen Hängebrücke. Ich überquerte die Brücke und fragte auf der anderen Seite nach dem Weg. Um 10 Uhr stand ich bei der Laotischen Grenze. Die beiden deutschen Velofahrer hatte ich nirgends gesehen. Für mein Motorrad bezahlte ich diesmal eine Gebühr von 10’000 Kip plus 4’000 Kip (insgesamt 1.55 CHF) für mich, da ich jedoch keine Kip mehr besass und in Dong bezahlte, bezahlte ich etwas mehr. Nach dem Laotischen Zoll kam eine Strecke von etwa 5km Niemandsland. Das verwirrte mich doch ein wenig, da auch im Niemandsland einige Häuser waren und bereits alles auf Vietnamesisch angeschrieben war. Ich war mir nicht sicher ob ich einfach am Zoll vorbeigefahren war oder nicht. Glücklicherweise entschied ich mich nicht umzukehren und stand dann bald vor dem Vietnamesischen Zoll. Ich reihte mich in die Schlange um den Pass zu zeigen, vor mir stand Chrigu, der 2,5 Stunden vor mir aufgestanden ist um mit dem Bus zu fahren. Der Zöllner verlangte für das Motorrad eine Gebühr von 10’000 Dong (0.45 CHF), so gab ich ihm eine 20’000 Dong Note. Als ich nach dem Wechselgeld fragte antwortete er mir, dass der Preis 20’000 Dong sei. Ich dachte mir, dass ich wegen 45 Rappen nicht streiten mag und ging. Wieder in Vietnam auf den Strassen fühlte ich mich gleich ein bisschen sicherer. Nicht weil es in Laos unsicher gewesen wäre, sondern weil ich nun wieder ein paar Worte mich dem Mechaniker wechseln konnte und auch wieder Geld in der Landeswährung besass. Die Landschaft ähnelte dem was ich auch schon ein bisschen kannte und ich legte wenige Stopps ein. Für ein paar Kinder die auf einem Wasserbüffel ritten hielt ich dann an, um ein Foto zu machen. Ein Junge der hinter dem Wasserbüffel herlief bemerkte das und brachte den Wasserbüffel zum stehen indem er ihm von Hinten zwischen die Beine griff und an den Hoden zog. Mutig, mutig dachte ich nur, jedoch wusste der Junge wohl was er tat. Die Kinder lachten und winkten und riefen “hello”.

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Ein weiterer Bach liegt vor mir, als Lösung gab es hier eine enge Hängebrücke. Rechts: die Brücke in voller Länge.

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Nach der Fahrt zur Grenze war ich vollgespritzt vom Wasser der Bäche die ich durchquerte und dem Staub der dann an mir haften blieb. Rechts: Gebühren für den Laotischen Zoll bei der Ausreise.DSC02157

Zurück in Vietnam.

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Zwei Vietnamesische Jungs reiten auf einem Wasserbüffel. Rechts: Der Junge links weiss wie den Wasserbüffel anhalten.

Ich war gut vorangekommen und hatte bereits um 14.00 Uhr mein Tagesziel erreicht. Ich empfand es jedoch für angebracht weiter zu fahren, da ich noch genügend Zeit zu haben schien, um bis nach Lai Chau zu kommen. Die Strassen waren zwar schlecht, doch ich hätte es schaffen können, wenn da nicht diese Bauarbeiten gewesen wären. Zweimal musste ich warten, das erste Mal nicht lange, doch beim zweiten Mal dauerte es etwa eine halbe Stunde bis die Strasse für Motorräder frei gegeben wurde. Die etwa 40 Motorräder die sich hinter der Schranke angesammelt hatten wollten natürlich alle auf einmal los fahren. Ich liess sie ziehen und machte das Schlusslicht. Leider war vor mir eine etwas unbeholfene Motorradfahrerin, welche mehrmals erneut Anlauf holen musste um über die doch schwer zu passierenden Hindernisse zu fahren. So musste ich einige Male schnell abbremsen und würgte den Motor dadurch ab. Da ich somit immer wieder den Motor ankicken musste, war ich nicht schnell genug für einen der Arbeiter und er rief mir zu vorwärts zu machen. Durch diese Verzögerungen war es bereits nach 17.00 Uhr und ich wollte im nächsten Guesthouse, welches ich finden konnte, ein Zimmer nehmen. 4km nach der Baustelle fuhr ich in Phong Tho ein und suchte mir ein Guesthouse.

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Hier war mir nicht ganz klar ob es sich um eine Baustelle oder um einen Felssturz handelte.

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Ein Zufluss bringt gelbe Sedimente in den Nam Na Fluss.

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Buse und Motorräder stauten sich vor der Baustelle. Rechts: ein Bagger räumte eilig den Weg zumindest für die Motorräder frei.

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Eine Frau nutzte die Gunst der Stunde und verkaufte einige der am heutigen Tag gesammelten Kräuter und Beeren. Jeder schien wissen zu wollen was sich im weissen Sack befand. Etwas spezielles war es nicht, denn ich habe es schon vergessen.

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Das Guesthouse in Phong Tho, Nha Nghi heisst soviel wie Guesthouse Zwinkerndes Smiley. Rechts: mein Zimmer für diese Nacht.

Am nächsten Morgen machte ich mich so gegen 9 Uhr auf den Weg. Es lagen ungefähr 75km vor mir bis Sa Pa und ich hatte mir fürs Mittagessen mit Michele verabredet. Sollte also locker reichen und da es stark bergauf gehen sollte, ging ich noch “kurz” zum Mechaniker um meine Kette anziehen zu lassen. Der Mechaniker empfahl mir die Kette gleich wechseln zu lassen, die beiden Zahnräder waren schon ziemlich abgenutzt und so liess ich dies alles für 270’000 Dong (12 CHF) ersetzen. Zeit hatte ich eigentlich vorig und so fuhr ich erst um halb 10 Uhr los. Es ging immer höher und wurde immer kälter. Ich war froh hatte ich mich warm und windfest angezogen. Und als es dann richtig hinauf ging fuhr ich in den Nebel. Richtiger Nebel, ich habe weniger als fünf Meter weit gesehen! Ich fuhr somit sehr langsam und mit dem Blinker eingeschaltet, meiner einzigen funktionsfähigen Lichtquelle. Ich kam zu einer Weggabelung wo ich nicht wusste ob ich geradeaus dem Berg entlang fahren sollte oder rechts abbiegen und über die Brücke fahren. So stoppte ich und hielt den nächsten Motorradfahrer an um in nach dem richtigen Entscheid zu fragen. Ich fuhr dann über die Brücke und weiter hinauf bis sich der Nebel langsam lichtete. Ich war gerade über die Nebelgrenze gefahren als der Motor komische Geräusche von sich gab und dann war es still. Zu lange war es her, dass ich eine Tankstelle besucht hatte. So begann ich mein Motorrad den Berg hinauf zu stossen, das gab immerhin richtig warm. Nach etwa zehn Minuten stossen hielt ein junges Pärchen auf dem Roller an und fragte ob ich Hilfe brauchte. Er begann sogleich irgendwie Benzin aus seinem Tank abzulassen und in einer leeren PET-Flasche zu sammeln doch das wollte nicht so recht funktionieren. Einige andere Motorradfahrer und zwei Autofahrer hielten an, konnten jedoch auch nicht weiter helfen. Schlussendlich kippten wir den Roller des jungen Pärchens und schütteten so einen halben Liter Benzin in die PET-Flasche. Ich bedankte mir herzlich und wollte ihnen ein bisschen Geld geben, doch das nahmen sie nicht an, viel lieber sollte ich ein Foto mit mir machen lassen. Dann fuhr ich bis zum nächsten Hüttchen wo ich einen weiteren halben Liter Benzin kaufte. Auf dem Pass hielt ich kurz inne um auf das Nebelmeer in welchem Sa Pa lag zu blicken. Und dann tauchte ich wieder in den Nebel ein. Kurz nach ein Uhr traf ich in Sa Pa ein und rief Michele an. Sie erklärte mir den Weg zu ihrem Hotel, ich brachte mein Gepäck aufs Zimmer und dann gingen wir essen. Spaghetti Carbonara und einen Glühwein gab es für mich zum Mittagessen. Smiley Nach dem späten Mittagessen liefen wir noch ein wenig in in Dorf herum. Da es so kalt war kaufte ich mir eine drei teilige blaue Winterjacke von The North Face für unschlagbare 800’000 Dong (36 CHF).

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Alte Kette versus neue Kette. Rechts: die neue Kette gewinnt.

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Und mit Fett hat er auch nicht gegeizt. Rechts: überall wo Honda steht kann man sein Motorrad reparieren und pflegen lassen.

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Von links kam ich und nach rechts fuhr ich. Viel zu sehen war jedoch nicht.

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Endlich blauer Himmel und dann noch so schöne Stille… Rechts: leerer Tank.

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Mein Retter mit seiner Frau. Rechts: hier kaufte ich mir einen weiteren halben Liter Benzin.

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Blick vom Pass auf Sa Pa, oder eben auf das Nebelmeer in welchem Sa Pa lag.

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Unser Hotel, darin fand gerade eine Vietnamesische Hochzeit statt. Rechts: unser Zimmer.

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Gegen die Kälte: glücklich mit Glühwein und neuer Winterjacke.

Nach dem Mittagessen liefen wir ein bisschen durch das Dorf. Man sieht dem auf 1600 Metern über Meer gelegenen Dorf an, dass der Tourismus es verändert hat. Auch den Einfluss der Franzosen bemerkt man schnell, wenn man in eines der zahlreichen Cafés oder Restaurants einkehrt. Aber irgendwie passt die Mischung hier. Ich fühlte mich zwar eher wie in der Vorweihnachtszeit in der Schweiz als wie an den anderen Orten in Vietnam an denen ich war. Der Nebel und die Kälte trugen einiges zu dieser Stimmung bei. Die Menschen hier sind sich die Kälte gewöhnt, einige Knaben spielen auf dem Platz im Zentrum Fussball und die Geschäfte haben ihre Türen ganz geöffnet. Auch die Massagesalons haben ihre Türen vollkommen geöffnet, was ich nicht verstehen kann, denn ich möchte bei einer Massage nicht frieren. Auch die Restaurants und Hotels sind nicht geheizt. In einigen Restaurants gibt es zwar einen Holzofen, doch der nützt dank der mangelnden Isolierung nur lokal. Immerhin hat unser Zimmer eine Klimaanlage die auch heizen kann und so hatten wir ein warmes Zimmer. Am Abend gingen wir Pizza essen, die Pizzen waren nicht besonders gut, dafür gab es jedoch drei für zwei Smiley. In einer lokalen Bar wo sich Einheimische und Touristen treffen gingen wir noch was trinken, ich spielte gegen Einheimische Billard. Nicht der Hauch einer Chance hatte ich gegen sie.

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Der Markt zeiht sich auch über diverse breite Steintreppen. Rechts: belebte Strasse am Nachmittag.

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Grosser Platz im Zentrum von Sa Pa. Rechts: auch in Sa Pa werden alte Häuser abgebrochen und neue gebaut.

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Hauptplatz mit der Kirche rechts im Hintergrund.

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Die Knaben geben vollen Einsatz beim Fussball auf dem Hauptplatz. Rechts: man kann ich Sa Pa auch Tennis spielen…

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Ein Tümpel im nordöstlichen Teil von Sa Pa.

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Die Aussicht am späten Nachmittag.

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Leere Strassen in der Nacht. Rechts: unter diesen Dächern herrscht tagsüber reges Markttreiben.

Am nächsten Morgen wurde ich von der Sonne geweckt. Michele hatte mir gesagt, dass die Sonne während den drei Tagen die sie vor mir in Sa Pa war nie durch den Nebel oder die Wolken durchgedrungen sei. Es habe auch lange Zeit geregnet. So wollten wir diesen schönen Tag nutzen um etwas in der Umgebung herum zu gehen und Sonne zu tanken. Zuerst machten wir uns jedoch hinter das Frühstücksbuffet im Hotel. Dann liefen wir durch Sa Pa runter zum Cat Cat Dorf wo Touristen einen Rundgang durch das Dorf für 35’000 Dong (1.70 CHF) machen können. Wir taten dies und stiegen auf Steintreppen zum Dorf hinunter. Sehr viele Häuser waren zu Souvenirshops umgewandelt worden, in einigen wurde auch gezeigt wie die Souvenirs hergestellt werden. Weiter unten im Dorf spielten zwei Jungen mit zwei Murmeln, sie waren bereits am Spielen als wir ankamen und schienen dieses Spiel schon lange Zeit zu spielen. Es ging darum die mit der einen Murmel die andere aus einer bestimmten Distanz zu treffen, wem dies gelang, der durfte noch einmal bis er nicht mehr traf, dann war der andere an der Reihe und so weiter. Unten im Tal kamen wir zu dem eher belanglosen Tien Sa Wasserfall wo ich in den Genuss von ein paar Maronis kam. Die Bergwelt war sehr schön nur kam dann leider der Nebel wieder zurück. Den Nachmittag verbrachten wir im Le Gecko Restaurant, da dieses über einen Holzofen verfügte, WiFi und Glühwein anbot. Schlussendlich assen wir auch gleich unser Abendessen im Le Gecko.

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Blauer Himmel über den Strassen von Sa Pa.

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Ein wenig vernebelter Ausblick über das Cat Cat Dorf.

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Die Zugangsstrasse führt von Sa Pa runter ins Tal zum Cat Cat Dorf. Rechts: auf dem ausgebauten Rundgangweg tummelten sich mehrere Kinder des Dorfes.

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Die beiden Jungen beim Spielen mit den zwei Murmeln. Mehr braucht es nicht.

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Handbestickte Tücher hangen vor den Hütten. Rechts: der Tien Sa Wasserfall.

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Maroni. Super, was habe ich mich gefreut. Rechts: und dann noch mit extra Proteinen.

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Einige Reisfelder liegen trocken, in Sa Pa kann nur einmal im Jahr geerntet werden. Rechts: das Wasser fliesst auch wenn keine Ernte in Aussicht ist und so sind trotzdem viele Felder unter Wasser.

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Nach dem Aufstieg zurück nach Sa Pa. Rechts: auch in Sa Pa scheinen sie Weihnachtsbäume zu schmücken.

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Das Le Gecko Restaurant. Rechts: Michele und unser Abendessen.

Am nächsten Morgen zog ich ins Backpackers nahe des Hauptplatzes um. Ich nahm dort ein Einzelzimmer für 100’000 Dong (4.50 CHF), verstaute meine Sachen und ging zurück zum Hotel wo Michele von einem “Easy Rider” abgeholt wurde.Als sie erfuhr, dass sie auf einem Roller während sieben Tagen nach Hanoi fahren sollte war sie ziemlich erstaunt. Schon nur wegen dem nicht vorhandenen Gepäckträger. Doch schnell war etwas Gepäckträgerähnliches improvisiert und wir fuhren noch gemeinsam zu dem Sliver Wasserfall. Nach dessen Besuch verabschiedete ich mich von Michele und sie fuhr Richtung Lai Chau davon.

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Michele schaut etwas skeptisch als sie erfährt, dass sie mit einem Roller nach Hanoi gefahren wird. Dem mangelnden Platz soll mit zwei Bambusstöcken entgegengewirkt werden.

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Ob diese Konstruktion wohl hält? Rechts: nun doch schon etwas zuversichtlicher.

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Der Silver Wasserfall. Rechts: mit schwachem Regenbogen (oder Wasserfallbogen?).

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Aussicht vom Silver Wasserfall Richtung Sa Pa im Nebelmeer. Rechts: ein letztes Foto mit Michele bevor sie mit dem Easy Roller einen sieben tägigen Trip nach Hanoi macht.

Nachdem ich mich von Michele verabschiedet hatte fuhr ich noch ein wenig in der Gegend herum und hielt mich vorwiegend über dem Nebelmeer auf. Ich besuchte das Ausgangspunkt um den Fansipan (Phan Xi Pang), den mit 3143 Metern höchsten Berg von Vietnam zu bestiegen. Die Besteigung ist nur mit Führer möglich und nimmt zwei Tage in Anspruch und so begnügte ich mich mit einem Spaziergang zum Love Wasserfall. Dieser Wasserfall gefiel mir besser als der zuvor besuchte. Ich genoss die Ruhe und die Wärme der Sonne. Dann fuhr ich auf die andere Seite von Sa Pa zum Dorf Lu Khau und besuchte ein paar Frauen des Volkes der H’mong. Sie luden mich in ihr Haus ein, zeigten mir wie sie lebten und erklärten mir, dass sie für 60’000 Dong (2.70 CHF) eine Homestay Übernachtung anbieten. Ich erhielt einen Tee und eine Zitrone die ich im Zucker tunkte und ass. Die H’mongfrauen erklärten mir, dass sie Tee, Reis, Kartoffeln, Rüben und Mais anpflanzten und jeweils nur einmal pro Jahr ernten können. Sie zeigten mir ihre Felder und schlussendlich auch ihre Souvenirs welche sie mir verkaufen wollten. Und so kaufte ich fünf sinnlose und nicht wirklich schöne Armbänder für 50’000 Dong (2.25 CHF). Danach fuhr ich noch ein bisschen weiter hinaus ins nichts, wo sich die Taphin Höhle befindet. Eine H’mong führte mich mit Taschenlampe in die Höhle. Da ich meine Motorradausrüstung plus meinen kleinen Rucksack trug, konnte ich mich nur schwer durch die engen Stellen der Höhle zwängen und ging nicht weiter als 100m in die Höhle hinein. Die Höhle war im Vergleich zu den Höhlen in Phong Nha langweilig und so kehrte ich bald nach Sa Pa zurück. Ich setzte mich ins Le Petit Gecko, surfte ein wenig im Internet und ass erneut Spaghetti Carbonara zum Abendessen.

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Der Weg zum Love Wasserfall. Rechts: führte auch durch den Wald.

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Der Golden Stream scheint im Sonnenlicht goldgelb. Die Geländer aus Beton sind schön der Natur angepasst. Rechts: der Love Wasserfall.

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Das Becken unterhalb des Love Wasserfalls lud zum schwimmen ein. Der Gold Stream. Rechts: nur wenige Meter oberhalb von Sa Pa war der Himmel wunderschön blau.

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Blick Richtung Sa Pa (im Nebelmeer).

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Erneut der Silver Wasserfall. Rechts: auf der anderen Seite von Sa Pa.

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Reisfelder der H’mong.

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Auch die Kinder der H’mong spielen Gummitwist.

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Auf dem Weg zu einem Haus einer H’mong Familie.

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Die Küche. Rechts: das Badezimmer, vorne rechts der Topf um heisses Wasser zum duschen oder baden zu erwärmen.

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Zusätzliche Feuerstelle für die kalte Jahreszeit. Rechts: Vorräte im Estrich.

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Vor dem Haus wurde mir ein Tee angeboten. Rechts: die Musikanlage steht bereit.

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Im Dorf Lu Khau. Rechts: der Weg zum Dorf.

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Reisfelder der H’mong. Rechts: die Frauen die mich in ihr Haus einluden.

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Zurück in Sa Pa.

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Der Hauptplatz mit der Kirche im Hintergrund. Rechts: Ausblick aus dem Le Petit Gecko.

Nach dem Abendessen ging ich früh zu Bett, schaute mir noch einen Film auf dem Laptop an und löschte gegen 23 Uhr das Licht aus.

Cheers

Simu



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